Schadstoffe A-Z

Da die Schadstoffe in unterschiedlichster Form, Größe und Menge anfallen und die Vorschriften zum Handling es erforderlich machen, werden die Schadstoffe in Gruppen eingeteilt und über verschiedene Sammelsysteme entsorgt.

Schadstoffe aus Haushalten und Kleingewerbe

Eine Vielzahl von Schadstoffen aus Haushalten und Kleingewerbe wie Reinigungsmittel, flüssige Farben und Lacke, Speiseöle und -fette, Lösemittel, Holzschutzmittel, Pflanzenschutzmittel, Fotochemikalien, Spraydosen, etc. können an den Schadstoffmobilen bzw. an den drei stationären Sammelstellen abgegeben werden. Dabei handelt es sich hauptsächlich um giftige, umweltgefährdende Abfälle, die nicht in der Hausmülltonne oder über den Sperrmüll und auch nicht über den Abfluss oder die Toilette entsorgt werden dürfen. Gleichzeitig sind diese Abfälle natürlich nur in begrenzten Mengen an den Mobilen und Stationen abzugeben.

Hier finden Sie dazu weitere Informationen:
ABC-Schadstoffliste
Adressen/Öffnungszeiten der Schadstoff-Sammelstationen      
Annahmebedingungen (Schadstoffe aus Haushalten und Kleingewerbe)  

Schadstoffsammlung: Annahmebedingungen

Dispersionsfarben

Dispersionsfarben sind wasserverdünnbare Wand- und Deckenfarben, die es hauptsächlich für den Innenbereich gibt. Sie gelten als wenig gesundheitsschädlich und sind zum Teil mit dem blauen Umweltengel ausgezeichnet.

Dennoch sind auch Dispersionsfarben nicht schadstofffrei! Vor allem in Spezialanwendungen wie „Antischimmelfarben“ für feuchte Räume, „Kunststoff-Dispersionsfarben“ für den Außenbereich oder auch Farben mit sogenannter „Nikotinsperre“ können giftige Weichmacher, Fungizide, Biozide oder Kunststoffanteile enthalten sein.

Flüssige Dispersionsfarben sind getrennt von Haus- und Sperrmüll zu entsorgen. Außer an den Schadstoffmobilen stehen für flüssige Dispersionsfarben Sammelcontainer an folgenden Standorten bereit:
Annahmestellen
Annahmebedingungen

Flyer Dispersionsfarben

Batterien und Akkus

Batterien (Primärzellen) und wiederaufladbare Akkus (Sekundärzellen) finden sich in nahezu allen Geräten der Unterhaltungs- und Informationselektronik, in Fotoapparaten und Heimwerkergeräten bis hin zu Geschenk- und Scherzartikeln.
Bei Fahrzeugbatterien (Kfz-Batterien) besteht ein Pflichtpfand, d.h. beim Kauf einer neuen Kfz-Batterie wird ein Pfand von 7,50 € erhoben, sofern im Tausch keine Altbatterie abgegeben werden kann. Akkus für den Einsatz in Elektro-/Hybridfahrzeugen oder auch in Elektrofahrrädern fallen ebenfalls unter das Batteriegesetz. Sie werden meistens über die Hersteller oder Vertreiber (Autohäuser/Fahrradgeschäfte) zurückgenommen.

Gebrauchte Batterien und Akkus enthaltenen Schwermetalle wie zum Beispiel Quecksilber (Hg), Cadmium (Cd) oder auch Blei (Pb). Sie zählen somit zu den gefährlichen Abfällen und werden getrennt vom Haus- und Sperrmüll gesammelt.

Dies erkennen Sie auch am Symbol der durchgestrichenen Mülltonne auf jeder Batterie.

Weitere Informationen finden Sie hier:
Annahmestellen
Annahmebedingungen

Flyer Batterien & Akkus

Künstliche Mineralfasern (KMF) und asbesthaltige Abfälle

Auch bei privaten Bau- und Abbruchmaßnahmen fallen schadstoffhaltige Abfälle an, die als gefährliche Abfälle eingestuft werden. Sie sind getrennt vom Haus- und Sperrmüll zu halten. Aufgrund ihrer Beschaffenheit und Größe sind sie allerdings von der Sammlung an Schadstoffmobilen und den stationären Schadstoffsammelstellen ausgeschlossen.
Sie können an den Wertstoffhöfen in den Deponieparks Wicker (MTK) und Brandholz (HTK) und bei verschiedenen privaten Entsorgungsunternehmen unter Beachtung der jeweiligen Annahmebedingungen abgegeben werden.

Weitere Informationen finden Sie hier:
Annahmestellen
Annahmebedingungen
Entsorger- und Verwerter

Belastetes Altholz der Kategorie A IV

Althölzer werden wegen der vielfältigen stofflichen und energetischen Verwertungsmöglichkeiten (Verbrennung in Biomassekraftwerken, Verwendung in der chemischen Industrie, Herstellung von Holzhackschnitzeln und Pellets für Heizanlagen oder von Spänen für Holzwerkstoffe wie Spanplatten) in vier Kategorien A I bis A IV gesammelt. Die A IV-Hölzer sind als gefährliche Abfälle eingestuft und werden auch als belastete Hölzer bezeichnet.

A IV:
Mit giftigen Holzschutzmitteln behandeltes oder imprägniertes Holz sowie Holz mit sonstigen schadstoffhaltigen Beschichtungen. Dies sind z.B. Abfälle aus mit Holzschutzmitteln behandeltem Holz, die Wirkstoffe mit Quecksilber, Arsen- und/oder Chrom-Kupfer-Verbindungen enthalten oder mit Teerölen o.ä. behandelt sind. Beispiele sind Jägerzäune, Bahnschwellen, Garagentore, Telegrafenmasten, teerölgetränkte Hölzer, Dachbalken (rot oder grün), Außentüren und -fenster, Carports. Auch Holz aus Feuerschäden zählt zu den A IV-Hölzern.

Weitere Informationen finden Sie hier:
Annahmestellen
Annahmebedingungen
Entsorger- und Verwerter

Altholz

Altöl

Als Altöle werden Motoröle bezeichnet, die als Abfall anfallen. Sie bestehen ganz oder teilweise aus Mineralöl, synthetischem oder biogenem Öl. Es handelt sich um gefährliche Abfälle, deren umweltgerechte Entsorgung durch die Altölverordnung (AltölV) vom 01.05.2002 geregelt ist.

Altöle können folgende Stoffe enthalten:

  • Korrosionsschutz und Antischaumstoffe
  • Lösemittel
  • Schwermetalle (Blei, Zink, Eisen, Barium)
  • Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK)

Auf Grund dieses Gemisches an Schadstoffen ist es wichtig und notwendig, selbst kleinste Mengen wie z.B. mit Ölrückständen behaftete/getränkte Lappen und Ölfilter am Schadstoffmobil abzugeben. Schon ein Tropfen Altöl kann 1.000 Liter Trinkwasser verunreinigen!

Weitere Informationen finden Sie hier:
Annahmestellen
Annahmebedingungen

Flyer Altöl